Unter dem Motto
„Begegnung mit Gästen“ fand am 4. Mai 2017 ein Workshop der 6a und 6b mit Gästen aus Guatemala
statt.
Der weltweite Wohlstand ist sehr unterschiedlich verteilt,
obwohl genug Ressourcen für alle Menschen vorhanden wären. Guatemala, ein Land
mit 16 Mio. Einwohner/innen in Mittelamerika, zählt zu den ärmeren Ländern der
Welt. Die Schere zwischen Arm und Reich ist sehr groß und einer kleinen
vermögenden Oberschicht steht eine große Unterschicht gegenüber. Hunger,
Unterernährung, Rechtsunsicherheit, fehlende Sozialpolitik und mangelnde
Bildungsmöglichkeiten sowie Unterdrückung der indigenen Bevölkerung sind nur einige
Probleme in diesem Land. Vor allem der „Ausverkauf“ von Land und die damit
verbundene Rodung der Regenwaldflächen zerstört den Lebens- und Wirtschaftsraum
indigener Völker. So werden nun auf großen Plantagen z.B. Ölpalmen für die
Palmölproduktion gepflanzt, anstatt die Flächen für die Ernährung der
einheimischen Bevölkerung zu nutzen.
Elizabeth und Elvis, die beiden Gäste aus Guatemala, gehören
zur indigenen Bevölkerung der Maya, die etwa 40% der Gesamtbevölkerung ausmacht
und sich in zahlreiche Völker gliedert. Sie berichteten im zweistündigen
Workshop über die geographische Lage und Geschichte ihres Heimatlandes. Weiters
diskutierten wir, was „Wohlstand“ für jeden einzelnen bedeutet und was man tun
könnte, um einen Wohlstand für alle Menschen zu schaffen. Die beiden
teilnehmenden Klassen 6a und 6b diskutierten in Deutsch (mit Hilfe einer
Dolmetscherin) oder Spanisch mit den Gästen. So hatten die Schüler/innen die
Möglichkeit, einen direkten Einblick in die Lebenswelt der Menschen in einem
Entwicklungsland zu bekommen.
Organisiert wurde der fächerübergreifende Workshop aus
Spanisch und Geographie und Wirtschaftskunde, der durch das Welthaus der
Diözese St. Pölten durchgeführt wurde, von Mag. Susanne Rösslhuber.
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